mit einer Kraft und Meisterschaft, die keinen Dilet-tanten verriethen. Indem er alle seine Kräfte so an-strengte, warf ermanchcn düsternBlick nach dem Ufer,von welchem sie sich entfernten, manchen ängstlichennach dem, welchem sie naheten, und ärgerte sich, solange auf dem Wasser bleiben zu müssen, da die Strö-mung hier zu stark war, um gerade durchzuschnciden,und die Barke, halb die Fluth brechend, halb vonihr getrieben, in diagonaler Richtung überfahrenmußte. Wie es gewöhnlich mit allen ein wenig dun-keln, verwickelten Dingen geht, daß ihre Schwie-rigkeiten sich zuerst ungeheuer darstellen und hernach,wenn es zur Sache kommt, sich als unbedeutend er-weisen, so fühlte auch Renzo jetzt, als die Adda schonbeinahe durchfahren war, peinliche Ungewißheit, ober mit dem anderen Ufer auch wirklich das Gebiet vonBergamo erreicht, oder, nach diesem überwundenenHindernisse, nur auf neue stoße. Er rief dem Fischer,der sich nach ihm umwandte, zu, winkte mildemKopfe nach der weißen Masse, die er am vorigenAbende wahrnahm und die sich ihm jetzt sehr deutlichdarstellte. „Ist der Ort dort Bergamo? " fragte er.
„ Stadt Bergamo," entgegnen der Fischer.
„Und das Ufer schon Bergamer Grund undBoden?"
„ Grund und Boden des heiligen Markus."
„ Es lebe der heilige Markus!" rief Ncnzo- DerFischer sagte nichts.—