Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
141
Einzelbild herunterladen
 

141

wie unendlich friedvoll! Wäre Renzo hier gewesen,sich zu vergnügen, er hätte gewiß aufgeblickt, gewißdiese Morgendämmerung, so weit verschieden von derin seinem Gebirge, bewundern müssen. Aber er sahzur Erde, lief, theils um sich zu erwärmen, theilsum bald sein Ziel zu erreichen, was er lausen konnte;lief über Felder und Haideplan," durch Gesträuch,durch Waldung, sah sich um, gedachte gleichsam mitMitleid des Schauders, den sie ihm noch vor wenigStunden verursachten, erblickte das Ufer wieder, sahhinab undjsah zwischen niederem Gebüsche eine Fischer-barke, die dem Strome langsam entgegen näherschwamm, dem diesseitigen Ufer entlang, Ec steigtsogleich zwischen dem Dorngebüsche hinab, steht amUfer, ruft dem Fischer nachlässig zu, will sich denAnschein geben, einen unbedeutenden Dienst von ihmzu verlangen, winkt ihm aber, ohne es selbst zu wis-sen, mit der allerflehendsten Miene der Welt. Der Fi-scher wirft einen Blick längs dem Ufer hin, blickt for-schend über dasWasservor und zurück,richtet seinenKahnnach dem Ufer, landet. Nenzo stand so dicht am Flussedaß die Wellen seinen Vorgesetzten Fuß bespielten, hieltsich an das Vordertheil des Kahnes, sprang hinein.

Langsam, langsam!" sagte der Schiffer; alser sah, mit welchem Geschicke der Jüngling ein Ru-der ergriff und es regierte, fügte er hinzu:Aha,vom Handwerk!"

Ein wenig!" entgegnete Renzo, und ruderte