Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
104
Einzelbild herunterladen
 

104

segnete sie tausendmal, lief durch das Gewühl, wasihm überall wich, auf und davon, durch ein Gäß-chcn, eine Straße entlang, immer lm vollsten Trabe,ohne zu wissen wohin. Als er sich fern genug glaubte,nahm er sich ein wenig mehr Zeit, um kein weiteresAufsehen zu erregen, forschte nach irgend Jemand,dessen Aeußeres ihm Vertrauen und Muth einflöße.Aber auch hier keimte Aufruhr; die Frage war anund für sich verdächtig, die Zeit drängte, die Sbirrenhatten sicherlich vom ersten Schrecken zurückgekom-men der Spur ihres Flüchtlings wieder nachzu-spähen begonnen; Kunde von der Flucht selbst konnteschon bis hierher gedrungen seyn und er mußte, indieser Eile, vielleicht lange, lange suchen, ehe er einehrliches Gesicht gewahrte. Der Schmeerbauch, derdort vor seinem Laden stand, die Hände auf dem Rük-ken, den Leib vorgepreßt, das Kinn, von dem eingroßer Kropf hcrabhing, erhoben, der von Zeit zuZeit seine ungeheure Fettmaffe auf den Fußspitzenlasten ließ und wieder auf die flachen Sohlen herab-senkte, sah so unverschämt neugierig aus, daß er ge-wiß, statt zu antworten, nur gefragt hält?. JenerAndere mit den stieren Augen, den hängenden Lippen»schien nicht allein ungeeignet, Anderen rasch und rich-tig den Weg zu weisen, sondern auch seines eigenensich kaum bewußt. Jener junge Mensch mochte wohlaufgeräumt, aber auch boshaft genug seyn und hätteleicht ein Vergnügen daran nehmen können, einen