Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen
 

so

des Präsidenten schon förmlich belagert und bestürmtward. Das Commando machte in einiger EntfernungHalt. Der Offizier wußte nicht, was er thun solle.Vor ihm ein unabsehbarer Haufen Volkes: Männerund Weiber, Kinder und Greife, die, als er Platzzu machen und sich zu vereinzeln gebot, nur mit ban-gem, dumpfen Gemurmel darauf crwiederten. Sollteer auf diesen Haufen feuern lasten? Das schien demOffizier nicht allein unmenschlich, sondern auch höchstgewagt, indem die Stärkeren durch die den Schwä-cheren zugefügte Beleidigung nur um so wüthenderwürden geworden seyn; übrigens hatte er auch keineVollmacht, es zu thun. Wollte er die Menge mitGewalt hinwegdrängen, sich bis zur Thüre Bahnbrechen und nur die Angreifenden bekämpfen: daswürde allerdings das Beste gewesen seyn; wie solltees aber gelingen? Würden die Soldaten auch Mannbei Mann haben durchdringen können? Würden sienicht, statt dessen, einer dahin, der andere dorthin ge-schleudert worden seyn und der Uebermacht haben er-liegen müssen? Die Unentschlossenheit des Offiziers,der Soldaten Unbeweglichkeit schien, ob mit Rechtoder Unrecht, Furcht. Die Nächststehenden begnüg-ten sich, sic spöttisch anzusehen, Entferntere fordertensie mit Mienen und Schimpfreden heraus, und wei-t chin nahm Niemand von ihnen Notiz; die Arbeiterfuhren fort, ihr Werk zu beenden, die Zuschauenden,sie aufzumuntern. Auf einmal drang zu ihnen ein