Druckschrift 
2 (1828)
Entstehung
Seite
29
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der Oberpro.vlantmeister sey Ursche und alleinigeSchuld an der Hungersnoth; so war er doch, als erbeim ersten Andrangc des Volkes von einigen Seitenvernahm, daß Andere ihn, was-es auch koste, rettenwollten, gleich entschlossen, sich, ihnen anzuschließen.Deshalb hatte er sich also bis dicht zu der Thüre,die man zu sprengen bemüht war, vorgearbeitet. Ei-nige versuchten, das Eisenwerk der Thüre mit spitzenSteinen abzulösen; andere liefen mit Brecheisen,Meiseln und Hämmern herbei, ihres Erfolgs gewisser;andere zerschmetterten mit großen Steinen oder Eisen,oder schändeten mit stumpfen Messern,. Nägeln, Huf-eisen, die Mauern und gaben sich alle nur erdenklicheMühe, den Fußboden aufzureißen und nach und nachBresche zu machen. Wer nicht selbst Hand anlegenkonnte, schrie zum wenigsten mir, hinderte aber durchsein Drangen und Stoßen die schon an und für sichungeregelte Arbeit nur um so mehr. —- So wird auch,dem Himmel sey Dank! manchmal das Böse, wie garzu oft das Gute, voll allzugroßer Eile der Vollzieher aus-gehalten ! Die Magistratspersonen, welche von dem Auf-ruhrs die erste Nachricht empfingen, hatten ohne Saum-niß den Kommandanten des Kastells vor der dama-ligen Porta Giovia um Hülfe ersucht, und er sandte inmöglichster Eile eine Abtheilung Truppen. Ehe aberdie Nachricht anlangte, ehe der Befehl gegeben ward,die Truppen sich stellten und abmarschirten, war soviel Zeit vergangen, daß, als sie ankamen, das Haus