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wolltc. Da nun Habakuk keinen schicklichen Vorwand, unterwelchem er um die augenblickliche Auslieferung des Vö-gelchens ansuchen könnte, auf der Stelle zu ersinnen wußte,so war er gezwungen, sich für jetzt ohne Stillung seinesRachdurstes zu empfehlen.
Als die Prinzessin erfuhr, daß er ihre Hand ausgcschla-gen und dafür ihren geliebten Vogel in Anspruch genom-men hatte, wechselten Freude und Kummer auf ihrem Ge-sichte. „Dieser Mensch," rief sie aus, „scheint dazu ge-schaffen, mich zu beunruhigen! Indem er mich von demGrauen vor seiner Ehegcnossenschaft befreit, kommt er miteinem abgeschmackten Einfall angezogen, der mich vonneuem betrübt; doch, cs gehe wie cs wolle, ich trenne michnicht von dir!"
Darauf lockte sie das Vögelchen l,erbet.
ES flatterte »nt Augstgeschrei
Au ihre Brust und sank, zu ibre» Füßen nieder.
Sie streckte schnell »ach ihm die Hand,
Und beugte sich hinab — da schwandWie Rauch und Nebel sein Gefieder,
Und auf den Knieen lag ein schöner Jüngling da,
Der bittend ihr i»S Auge sah.
Diese schnelle Vcrwandclung war an sich selbst über-raschend genug; aber sie ward es noch mehr durch denwunderbaren Umstand, daß die Prinzessin denselben jungenMann vor sich erblickte, den ihr schon mancher Traum alsihren künftigen Gemahl gezeigt hatte. Sogar den Tonseiner Stimme fand sie nicht fremd, als er jetzt seinenLebenslauf erzählte. Er bat am Ende auf die rührendsteWeise, ihn seinem Feinde nicht auszulicfern, und ihn über-haupt nicht aus ihren Augen zu verbannen.