Der Zauberlehrling.
Es war einmal ein guter, schöner Knabe, der Roberthieß. Der häßliche Tod raubte ihm seine Eltern, als ernoch mit dem ABC-Büchlein zur Schule ging. Siehinterließcn ihm keinen Heller. Er hatte zum Glück einenwackern Großvater, der nun für ihn sorgte.
Benedict — so nannte sich dieser ehrliche Mann — waraber selbst nicht reich und also nicht im Stande, seinenEnkel zu einem großen Herrn zu erziehen. Er mußte sichbegnügen, ihn für ein Handwerk zu bestimmen.
„Was willst du lernen?" sprach er, als der kleine Ro-bert herangewachscn war: „Folge meinem Rath und wähledie Schneiderei. Dieses Handwerk hat vor allen anderneinen goldenen Boden; denn die Modethorheit der Men-schen ist seine Stütze." — Da Robert gegen diesen Vor-schlag nichts einzuweuden hatte, so gab ihn sein Großva-ter bei einem berühmten Kleidermacher und Hofschneider,Namens Habakuk, in die Lehre.
Das war ein Muster ohne Tadel.
Er diente nur dem liehen Adel,
Hielt einen stelzen Schimmelzug,