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III.
Wunibald.
Auf einer einsamen Waldstraße zwischen Böhmen undSchlesien zog einsmals ein schöner junger Wandersmann,mit einem Bündel auf der Schulter und traurig gesenktemHaupte, langsam und sinnend. Thränen perlten aus sei-nen blauen Augen und sein roscnsarbcner Mund hauchteSeufzer gen Himmel. Bisweilen schienen seine Füße plötz-lich in den Boden zu wurzeln; er starrte minutenlangunbeweglich vor sich hin auf seinen Pfad, wandte sich dannhastig nach der Gegend, woher er kam, breitete sehnenddie Arme aus und rief wehmüthig: „Ade, Lorchen, leb'wohl, leb' ewig wohl!"
Nach und nach begann er sich ein wenig zu fassen. Erträllerte die Melodie eines Liedchens uud sang im gemäch-lichen Fortschlendern:
Das Niesengebirge bewohnet ein Geist,
Der Rübezahl heißt;
Doch läßt er sich unfern so schelten.
Er ist ein gar drolliger, guter Kompan;
Nur necket der lose Herr Urian
DaS Völklein der Menschen nicht selten.