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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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Jn dieser Todesangst ergriff Habakuk eine Scheere, dieer bei sich trug, und bohrte sie dem Medicaster in die Wa-den. Dieser schrie wie ein Waldesel, und zog ein verwun-detes Bein in die Höhe; allein die Fertigkeit des Kranichs,auf Einem Beine zu stehen, war ihm nicht geläufig, erfing an zu taumeln, und stürzte mit seiner schweren Kör-perlast vor sich hin auf's Bett. Der Fürst, welcher beieinem Haare von ihm erquetscht ward, rief nach der Wachedes Vorsaals und befahl ihr, das ganze Charlatansgeschmeiß wie er zürnend sich ausdrückte mit Ausnahme deskleinen Habakuks, fortzuschaffcn. Die Trabanten reinig-ten mit ihren Flintenkolben das Zimmer.

Das verdammte Gesindel!" sagte der Fürst:Ich Hab'ein Meer aus ihren Händen getrunken, ward aber dabeiimmer schwächer, und kaum fühlt' ich mich durch deineWunderessenz, mein lieber, getreuer Hofschneidcr, ein we-nig gestärkt, so drohte mir die Plumpheit des groben Ge-sellen, der mir auf den Hals fiel, eine neue Lebensgefahr.Die ganze medicinische Facultät meines Landes soll mirnicht wieder vor die Augen kommen; dir allein null ichmich anvertrauen. Reiche mir doch geschwind noch einSchlückchen deines köstlichen Tranks!"

Habakuk wartete damit auf, und der gnädigste Herrspürte sogleich von neuem eine ersprießliche Wirkung. DerSchlaf, welcher ihn seit vielen Tagen geflohen hatte, mel-dete sich bei ihm an. Er schlummerte sanft ein, und derHexenmeister schlich frohen Muthes auf den Zehen hinweg.

Jetzt ward der Prinzessin gemeldet, daß ihr Vater sichauf dem Wege der Genesung befinde. Sie hüpfte vorVergnügen. Doch der zweite Theil der Botschaft, derName des Arztes, preßte Seufzer aus ihrer Brust.

Fi!" rief eine alte Kammerfrau:Ein erdfahler, krumm-