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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
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würdest. Sage mir, von wem du dieß Zanbcrstück gelernthast?" -

Von meinem Meister, antwortete Robert, und zwar auffolgende Weise: Er verschloß sich oft in ein Kabinct undverweilte so lange darin, daß ich neugierig ward, seinegeheimen Geschäfte zu wissen. Ich spähte deßhalb einesTages durchs Schlüsselloch. Er stand in der Mitte seinerKlause, sprach ein Wort, und verwandelte sich schnell iuein Manschen, das lustig auf den Dielen herumlief. Durchein anderes Wort ward er wieder zum Menschen. Ihrkönnt denken, daß ich darüber erstaunte; aber dieser Ge-staltentausch gefiel mir. Ich belauerte nun den Hexenmei-ster mehrmals und lernte so seine Kunst. Sie besteht inzwei Worten, die ich wohl gemerkt habe. —

„Ich wollte, du hättest sic vergessen und könntest dafürmit der Nadel umgehen. Was hilft dir diese Teufelei?Du wirst dabei verhungern oder dein Brod als ein tan-zender Hund verdienen müssen." —

Mit Nichten, Papachcn! Wir wollen uns Beide wohldabei befinden; denn hauptsächlich Euretwegen freut esmich, daß ich diese geheime Wissenschaft besitze. Ihr habtmich seit dem Tode meiner Eltern gepflegt und ernährt;nun ist die Reih' an mir, Euch diese Wohlthaten zu ver-gelten. Ich werde mich deßhalb morgen in ein schönesenglisches Pferd verwandeln, das Ihr auf dem Markte feilbieten und nicht anders als für baare hundert Louisd'orverkaufen sollt. —

„Deine Dankbegierdc, mein guter Robert, ist edel; abermuthe mir nicht zu, mich mit meinen grauen Haaren insolche Händel zu mischen. Wie leicht könnt' ich etwasversehen und dich dadurch unglücklich machen!"

Unnöthige Bedenklichkeiten, lieber Vater! Wenn sich ein