Druckschrift 
6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
344
Einzelbild herunterladen
 

-->D 344 <§o-

«Das ist entsetzlich!" rief Benedict und schlug die Händeüber dem Kopfe zusammen: „Du bist nun drei volle Jahrebei dem großen Meister Habakuk in der s'ehre und hastnoch zur Schneiderei so wenig Geschick, wie der Esel zumLautenspicl!" —

Robert fiel ihm um den Hals und sagte schmeichelnd:Scheltet nicht, liebes Väterchen! Ich bin kein so unwis-sender Tropf, als Ihr glaubt. Zwar kann ich nichtschneidern, das ist wahr; aber ich verstehe dafür eine bes-sere Kunst. —

„Die möcht' ich sehen!" versetzte der alte Zweifler.

Drauf sprach der K»ab' ein fremdes Wort, -Das wie Arabisch klang:

Und sied, da ward er wunderschnellEin Hündchen,- das mit LnstgebcllDe» Großpapa umsprang.

Der entsetzte sich darüber so heftig, daß er die Zunge,die ihm wie ein Stein im Munde lag, nicht bewegenkonnte. Indessen hatte das Hündlein Muße, allerlei Pos-sen zu treiben. Es tanzte auf den Hinterbeinen, reichtePfötchen u. s. w.

Endlich erhielt der Stumme seine verlorene Sprachezurück und rief angstvoll: „Söhnchen, ich bitte dich, nimmdeine natürliche Gestalt wieder an!" —

Das Hündlein bellte sofortEin andres arabisches Wort,

Und ftand vor seinem PapaAls Mensch wieder da.

„Dem Himmel scp Dank!" sprach der Greis: „Ich warin tausend Aengsten, daß du zeitlebens ein Hund bleiben