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Pferd selbst auf den Markt stellen und das Kaufgeld ein-streichcn könnte, so wollt' ich Euch gar nicht bemühen.Ihr habt nichts zu thun, als mich hinzuführen, zu verhan-deln und den Zaum, an welchem Ihr mich geleitet habt,wieder mit nach Hause zu nehmen. Für meine baldigeNachkunst laßt m i ch sorgen ! —
Der Reiz des Goldes blendete den Alten. Er gingzum Meister Habakuk und erklärte demselben, daß er sei-nen Enkel aus der Lehre nehmen wolle, weil er dessenBeistand in seinem Hauswesen bedürfe. Am folgendenMorgen zog er mit dem jungen Zauberer, der sich in einenwunderschönen Goldfuchs umgestaltet hatte, auf den Pferde-markt. Jedermann bewunderte das herrliche Thier. EineMenge Roßtäuscher handelten darum, boten achtzig undneunzig Louisd'or, aber Benedict bestand auf dem vollenHundert.
In der Absicht, ein Reitpferd zu kaufen, erschien auchMeister Habakuk auf dem Markte. Er zog sein Fernglas(durch welches er sich, ungeachtet er Luchsaugen hatte, dasAnsehen eines vornehmen Mannes zu geben suchte) miteiner wichtigen Miene aus der Tasche und musterte dievorhandenen Rosse. Benedicts Engländer gefiel ihm ambesten. Er blieb stehen und sprach zu sich selbst: wiekommt dieser arme Graukopf zu einem so stattlichen Gaule?— Hm! sollte vielleicht der vorwitzige Robert mein Ge-heimniß entdeckt und davon Gebrauch gemacht haben? —
Er streichelte das schöne Pferd, riß ihm unmcrklich einHaar aus, machte damit einen zauberischen Versuch, undüberzeugte sich durch denselben von der Wahrheit seinesVerdachts. Man kann sich vorstellen, daß ihm diese Ent-deckung nicht angenehm war. Er beschloß, sich zu rächen,und zählte geschwind hundert Louisd'or in Benedicts Hand.