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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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richten; aber ich bedinge mir ausdrücklich, ihn ja nichtdeßhalb, weil er der Sohn des Schultheißen ist, mit vor-züglicher Schonung zu behandeln. Verfahrt so scharf mitihm, als ob der arme Dorfhirt sein Vater wäre. Es istein fauler Geselle, den Ihr wacker antreiben müßt, sonstlernt er nichts."

Der Schulmann versprach, was Jacob verlangte; al-lein im Herzen war er entschlossen, die bereits von Ma-rien erhaltene geheime Instruction, die ganz das Gegen-theil besagte, zu befolgen, weil er sich dadurch manchesangenehme Küchengeschenk zu verdienen glaubte. Er hattevon ihr eine große Zuckertüte zu treuen Händen empfan-gen, um damit den ersten säuern Schulschritt des jungenHerrn zu versüßen. Dieß anvertraute Gut übergab dergewissenhafte Mann unverzüglich bei der Behörde, sobaldnur der mürrische Vater, der diese Anstalt ausdrücklichverboten hatte, den Rücken kehrte und das Gymnasiumverließ.

Wider alles Erwarten fand Peter Geschmack an derSchule, die von andern Knaben als ein Kerker betrachtetwird. Da er das Schwärmen in der freien Luft undüberhaupt die muntern Spiele der Jugend nicht liebte,vom Vater aber bisweilen fast mit den Haaren dazu ge-zogen wurde, so war ihm die düstere, dumpfige Lehrstubeeine Freistatt, wo er auf dem weichen Polster, womit diemütterliche Sorgfalt sein Plätzchen auf der harten Schul-bank versehen ließ, ruhig sitzen, den ihm mitgegebcnenProviant gemächlich schnabeln und allenfalls ein Verdau-ungsstündchen verschlafen konnte. Er war sehr sicher, vondem Schulmeister nicht auf eine unangenehme Art gewecktzu werden; denn dieser sonst bakelfertige Mann empfingfür diese Nachricht von Zeit zu Zeit ans Mariens Hän-