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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
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den reichliche Xenien, die ihm lieblicher, als manchem deut-schen Schriftsteller die vor einigen Jahren ausgctheiltenSpenden gleiches Namens zum Munde gingen.

Dennoch fiel bei nnscrm Petcrchcn der dünne Samedes Untcrichts auf keinen ganz steinigen Acker. Sein Ge-dächtniß war ungeheuer. Gleich einer großen Krcbsscheerehielt er alles, was ihm nahe kam, gewaltig fest, ohne je-doch zu fühlen, was er gefaßt hatte. Er that auchwie mancher andere Peter glückliche Fortschritte in der.Malerei der Buchstaben, die zu seiner Zeit eben so steifund wohlbeleibt waren, wie er selbst. Seine Handschriftward wirklich nach und nach schön, erregte die Bewun-derung des ganze» Dorfs, und er selbst war pfaucnstolzdarauf: wie sich denn noch heutiges Tages mancher Kanz-leimann auf diese kleinliche Kunst so Wunderviel cinbildet,als ob er seinen Gänsekiel nur cintauchen dürfte, um einenAgathon oder Oberon zu schreiben.

Unser junges Genie lernte sogar bei seinem gelehrtenMeister Latein; aber die Krebsschecrc seines Gedächtnissesfaßte nur Worte ohne den Sinn. Davon gab er eins-mals bei einer öffentlichen Schulprüfung einen lustigen Be-weis, indem er die ihm von dem Pfarrer vorgelegte Ho-razische Stelle,: Ualürla mors arguo pulsst pccke elc.mit lauter Stimme dolmetschte:Der blasse Tod schlägtaus mit seinem Pferdefuß."

Kurz nach dieser Gclehrsamkeitsprobe, im dreizehntenJahre seines Alters, schallte ihm eines Tages, da er ausder Schule nach Hause schmeckte, die unerwartete Botschaftentgegen, daß der Klapperstorch denn so kindische Be-griffe wohnten noch in seinem düster» Kopfe vor einer