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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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Als sich die gebadeten Mäuse getrocknet und das Dorfwieder verlassen hatten, wurden die Zwerge bald verges-sen. Jakob war froh, daß die Herren Statthalter Worthielten und seine Fruchtfelder vor den Plünderungen ihrerUnterthanen beschützten; übrigens kam es ihm nicht in denSinn, den angebotencn Ehrentrunk von ihnen abzufordern.

Er widmete jetzt alle Ncbenstuuden, die er dem Feldbauund seinen richterlichen Geschäften abbrechen konnte, derErziehung seines Peters, und fing damit an, eine eigeneSpeiseordnung für ihn zu entwerfen. Es that Marien sehrweh, daß ihrem Liebling die Bissen in den Mund gezähltwerden sollten; allein sie batte Gehorsam versprochen und'mußte jetzt, bei der Bekanntmachung des neuen Hausge-setzes, nochmals angclobcn, sich strenge darnach zu richten.

Das geschah denn anfangs so ziemlich. Als aber Ja-cob nun begann, das kleine Faulthicrchen täglich einigeStunden lang über Stock und Stein zu Hetzen, und sichsowohl durch diese Strapazen, als durch die magere Kostdie gespannte Rundung der Bäckchen und des Bäuchleinsmerklich verlor, da konnte sich die zärtliche Mutter, durchdiesen Jammer bewegt, nicht länger enthalten, die haus-herrliche Fastenverordnung zu übertreten und bisweilenetwas Contrebande in Peterchcns Mund einzuführen.So ward er denn, indem er schon anfing, sich zur Mä-ßigkeit zu gewöhnen und rühriger zu werden, in seinenalten, trägen Schlendrian wieder hineingefüttert und seinMagen immer mehr zu einem Straußenmagen gebildet.

Als er das sechste Jahr zurückgelcgt hatte, gönnte ihmsein harter Vater die Lebenslust der Jugend (wiein einem gewissen Romane der Müßiggang benanntwird) nicht länger, sondern führte ihn zum Schulmeisterund sprach:Ihr sollt von heut an diesen Knaben unter-