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gen Maler entgegen, und sprach mit einer zarten Flöten-stimmc:
„Guter Jüngling, komm herein!Nimmer soll es dich gereun!" —
Wilhelm wunderte sich fast weniger über die seltsameBegebenheit, als über sich selbst, daß er so ruhig und un-erschrocken sie ansah. Er fühlte nicht den gewöhnlichenGespensterschauer; der Anblick des wohlgestalteten Männ-leins, das einem Amor ähnelte, war ihm vielmehr wun-dersam behaglich. Wo so freundliche Gestalten einladen,dacht' er, da wird dir kein Leid widerfahren; und so ließer sich von dem Kleinen, der ihn mit kindlicher Gutmü-thigkcit an der Hand faßte, in die Bergschlucht hinein-führen.
Ein sanftes, dämmerndes Rosenlicht, dessen Quelle derstaunende Wanderer nicht entdecken konnte, beleuchtete lieb-lich den engen Pfad, und das Zwerglein war kein stum-mer Gelcitsmann.
„Weißt du, wer dielen Berg bewohnt?
Die Göttin Lora isi'S, die deine Väter ehrten,
Sh' Karl und Winfrid sie mit Flamm' und Schwert bekehrten;Ach, da ward sie entthront! —
Die glücklichen Zeiten, sie kommen nicht wieder!
Ihr brachten die Liebenden Opfer und Lieder:
Sie war den Getreuen auch freundlich und hold,
Und schenkt' in die Wirthschaft oft Silber und Gold. —
Nur vom Pfad der Treue weichenDurften die Verbundnen nie;
Denn, wie Wölfe Lämmer scheuchen,So verfolgte Lora sie.