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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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Münze der Schmeichelei als Eintrittsgeld gefordert, und derbereitwilligste Zahler dennoch auf den letzten Platz gewie-sen wird.

Wenn der dämmernde Abend den jungen Künstler vonder Staffclei vertrieb, ging er in angenehmere Gesellschaft,wo ihm die Liebe den ersten Platz bot-

Wie rasch, mit zärtlichem Kosen,

Dann Lina entgegen ihm flog!

Sie war so schön, wie die Nosen.

Die sie im Garten erzog.

Aber auch mit Dornen war sie gegen die kecken Lüst-linge gewaffnet, die sich mit llebermuth in den Garten derSchönheit drängen, und ohne Umstände, wie begehrlicheKinder, nach den lieblichsten Blumen greifen. Ein solchesfürstliches Kind streckte nach ihr die goldgcfüllte Hand;aber sie wies den verliebten Prinzen mehrmals so stand-haft zurück, daß ihn die verunglückte Liebeswcrbung beieinem Gärtnermädchcn zum Spott der Stadt machte, Ka-rolincns Tugend hingegen das Lob aller edlen Seelenerwarb.

Wilhelms Wohnort war nicht fern von der romantischenGegend des Harzwaldcs, wo die Sachsen vor uralten Zei-ten die Göttin Lora verehrten, Hier ging er oft, einsamstaunend, bei der großen Bildnerin Natur in die Schule.

. Eines Tages schien es ihm, als ob sich der Berg, derjener Göttin der Liebe besonders geheiligt war, vor seinenAugen bewege. Er hielt cs anfangs für Täuschung; aberder Berg fuhr fort zu wanken, und gleichsam, wie jenerin der Fabel, zu kreisen. Doch dieser gebar nicht einehäßliche Maus, sondern ein wunderschöner Zwerg trat auseiner kleinen Oefsnung hervor, hüpfte freundlich dem jun-