Bertha fühlte Todesreue,
Daß ihr .Herz nicht bieder schlug.
Einem Nirter schwor sie Treue,
Den sein Noß zum Kampfe trug.
Doch ward ihres Herzens WandernSchon am dritten Tag entdeckt:
Brust an Brust mit einem AndernLag sie tief im Wald versteckt.
Lora, die das Paar belauschte,
Nahm urplötzlich die GestaltEines Hirsches an und rauschteDurch den todtenstillen Wald.
Aufgeschreckt, mit Angstgeberde,
Stürzre Bertha aus dein Hain;
Aber Flammen aus der ErdeHolten auf der Flucht sie ein.
Ihre Asche ward von PriesternDort im Thal zur Nutz gebracht.
Und man hört das Ja mm erst ü sterilIhres Geistes noch bei Nacht." —
Während dieser zeitkürzcnden Erzählung kamen sie aneine Thüre von glänzendem Ebenholz, die der Zwerg miteinem goldnen Schlüssel öffnete. Wilhelm war unbeschreib-lich überrascht, als er hier, mitten im finstern Bauch einesBerges, Plötzlich am Eingang eines sonnenhellen Gartensstand, wo der Frühling, der Sommer und der Herbst ge-meinsam und in wetteifernder Pracht herrschten. Blumenaller Art blühten im Schatten dichtbelaubter Fruchtbäume,deren Zweige die Last goldner Aepfel, Citronen und Po-meranzen zur Erde beugte. Freilich war dieses Paradieskein großer Park. Die entthronte und vertriebene Göttinhatte sich hier nach Emigrantcnweise sehr klein eingerichtet