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dich, du trauriger Ritter! Komm aus dem Winkel hervorund zittere nicht wie ein Kind!" —
Weiche nur erst! stotterte Wipprecht: Weiche von hierund aus meinem Hause! —
„Du solltest mir danken, daß ich gekommen bin."Warum?
„Eine sehr überflüssige Frage! Hast du von meinen bis-herigen Thaten nicht gehört? — Kennst du dein Weibnicht?" —
Wie hängt das zusammen?
„Ich merke wohl, du bist ein Fremdling in deinen ei-genen vier Pfählen; man muß also deutlich mit dir spre-chen. Nun so höre mich denn an! Du hast eine Gemah-lin, die ihre Schönheit zur Leimruthe braucht, um eineSchaar verliebter Vögel zu fangen. Bis jetzt geht siezwar noch in ziemlich unschuldiger Absicht auf Eroberun-gen aus; sie thut es blos, weil es ihrer Eitelkeit schmei-chelt, die Herzen aller Männer tu Flammen zu setzen;allein wer kann wissen, wie lange sie sich mit dieserTändelei begnügt? — Kurz, sie bedarf einen Aufseher.— Und diesen Posten will ich übernehmen, weil du ihmselbst nicht gewachsen, weil du zu feige, zu schläfrig bist,über die Ordnung deines Hauses zu wachen." —
Aber ich begreife nicht, warum du dich um die Liebes-und Ehesachen der Menschen so eifrig bekümmerst?
„Du bist der Erste, der mich dieß fragt, und verdienstdaher wohl, daß ich so viel, als zur Aufklärung diesesRäthsels nöthig ist, darauf antworte. So sollst du dennwissen, daß ich aus einem Gnomengeschlechte stamme, demdie Empfindungen der Liebe so wenig fremd sind, alsEuch. Wir schließen zärtliche Verbindungen, die EurenEhen gleichen. Als ich noch jung war, galt ich für einenLnngbein's sämmtl. Schr. X. Bd. 16