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„Nnn, wo bleiben Zhro Gnaden?" fragte Hütchen, dendie Köche zum Scherz mit dem Zorn ihres Herrn bedrohthatten: „Der edle Ritter hat ja, wie ich höre, mit mirsprechen wollen." —
Das will er allerdings! — versetzte der lose Diener:Es ist aber gegen die Ordnung und unter seiner Würde,dich zu bekomplimcntiren, ehe du ihm deine Aufwartunggemacht hast.
„Diesen Fehler will ich augenblicklich verbessernsagteder Kobold, der eben mit Tellcrwaschcn beschäftigt war.Er ließ seine Arbeit im Stich, zog sein Mäntelchen zu-recht und lief die Treppe hinauf.
Herr Wipprccht — der einige Minuten zuvor über Zeit-mangel geklagt und sich angestellt hatte, als ob ihn daswichtigste Geschäft auf die Nägel brenne — saß still undunthätig, wie immer, ans seinem Lehnstuhle, als ihn dasZwerglein überraschte. Er fuhr schaudernd empor undwollte nach Hülfe rufen; aber der Schrecken hatte seineSprachwerkzeuge, die sonst für eine» Herold brauchbargewesen wären, so ganz gelähmt, daß sie keinen Laut zubilden vermochten. Stnmm, wie ein Schaf vor demWolfe, nahm er die Flucht, rannte von Zimmer zu Zim-mer, und der Geist trabte lachend hinter ihm her.
Ungeachtet aber der Ausreißer durch eine lange Reihevon Gemächern nicht anders lief, als ob ihn der Kno-chenmann mit drohender Sense verfolge, so gelang esihm dennoch nicht, zu entkommen; denn blind vor Angstgerieth er zuletzt in eine Kammer, die keinen Ausganghatte, und mußte nun, in diesem Sacke gefangen, demKobold Rede stehen.
„Schäme dich!" rief Dieser ihm zu: „Pfui, schäme