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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
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in meinem Leben kein Mensch, nnd am wenigsten eineMagd, mit mir gesprochen. Doch wir wollen jetzt nichtWorte wägen. Kann »ns deine geschwätzige Weisheit ir-gend einen Rath geben?

Hütchen. Aufzuwarten, gnädiger Herr! Er ist ebenso leicht ausführbar, als lustig. Geruht Euch in diesenKoffer, den man ein kleines Haus nennen könnte, nurfünf Minuten lang zu ducken, und uns allen ist geholfen.

Statthalter. Eine seltsame Zumuthung! Was sagtIhr dazu,, schöne Frau ?

Susanne. Fraget mich nicht! Ich bin so bestürzt,daß ich nichts überdenken, nichts überlegen kann.

Hütchen. Entschließt Euch kurz, gnädiger Herr! Ichhöre schon den Schall der wandelnden Krücken.

Statthalter. Wohlan, diesem lieben Weibchen zugefallen, will ich Verstecken spielen. Es ist mir ei» wah-rer Spaß, noch in meinen alten Tagen einen solche» Jun-kerstreich zu machen. Aber schickt nur sobald als möglichdie Krücken wieder fort!

Er sprang in die TruheMir Lachen und Scherz.

Nun hast du Nuhe,

Taubcnherz!

Jetzt ging in die FalleDie näschigste Maus.

Wir haben sic alle;

Die Jagd ist aus!"

Indem Hütchen bei seiner Rückkunft aus der Arrestan-tenkammer so jubelte, verflog seine jugendliche Zofcngestaltwie eine bunte Seifenblase, und der Kobold stand in sei-ner gewöhnlichen Mantcltracht vor Susannen, schütteltesich, als ob er eine Kettenlast abgeworfcn habe, und sprach: