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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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halter, müßt Ihr wissen, hat an Einem Gefangenen nichtgenug; er sucht Euch, um ein Pärchen zu haben.

Stadtmeister. Schweig, Affengesicht! DasistSchcrz;aber ein ungeschliffener Scherz, der einen ehrlichen Mannum alle seine fünf Sinne bringen könnte.

Hütchen. Nicht wahr? Darum bat ich Euch, EurenVerstand zu bewahren. Haltet ihn ja mit beiden Händen,denn ich scherze nicht. Der Statthalter ist wirklich imHause, hat Euch schon in Eurer Wohnung ausgesucht undwill Euch über gewisse Dinge, die er mir nicht auf dieNase geheftet hat, mit dem arretirten Schlehdorn und derFrau Hubert vernehmen.

Stadtmeister. Vernehmen? Um Mitternacht ver-nehmen?

Hütchen. Ja, die Sache hat Eile, weil er dem Bi-schof, ans dessen höchsten Befehl, mit Anbruch des Tagesdarüber Bericht erstatten soll.

Sv log der schlaue Geist den Konsul schier zur Leiche,

Und zeigt' ihm dann die leeren Kvfferbäuche.

Was Wunder, daß er sich ergab?

Er hatte nicht die Kraft, sich selbst hinein zu schroten;

Bon Jungfer Lntche» ward dazu die Hand geboten,

Und er lag still, als wär'S sein Grab.

Sie war behend, den Schlüssel abzudrehen,

Und scherzte:Der wird wohl nicht fröhlich auferstehen!«

Kaum war man mit seiner Einsargung zu Stande undkam aus der Todtenkammcr zurück, als schon der Statt-halter, dem die Anmeldung zu lange dauerte, ungerufenins Zimmer trat.

Der alte, lustige Ritter war nicht so blöde, wie diesteifen Spießbürger, die vorher an seinem Platze, gleichstummen Oelgötzen, gesessen hatten. Er nahm schon auf