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Da der Tuchvogel zu wiederholten Malen ans Fenstergeflattert war und Schloß und Riegel dennoch in Ruheblieben, so ward an die Hausthur getrommelt.
„Ho, ho!" sprach Hütchen: „Ist das ein Mensch oderein Geist? — Mich schaudert; denn eben schlug diebedenkliche Stunde. Aber was hilst's? Ich muß dochhinab." —
Dem Stadtmeister war ernstlich bange. Er falteteschweigend die Hände, und hatte jetzt — ungeachtet dieihm vorher im Wege gewesene dritte Person das Zimmerverließ, um die Hausthür zu öffnen — weder Muth nochSinn, die Sittsamkeit der schönen Frau in Verlegenheitzu setzen.
Nach zwei oder drei peinlichen Minuten kam Hütchenmit Händeringen und dem halblauten Geschrei: „DerStatthalter! der Statthalter!" zurück.
Wie vom Blitz getroffen war der Konsul. Er sprangauf, warf mit seinem dicken Bauche den Tisch über denHausen und stöhnte jämmerlich: „O weh! Der Statthal-ter? — Das ist ein vermaledeiter Streich! Ich wollte lie-ber den Satan, als ihn hier sehen! — Doch — bin ichnicht ein Thor, daß ich mich ängste? Du, Here, treibstdoch gewiß nur dein Narrcnspicl mit uns; denn was inaller Welt sollte Seine Herrlichkeit in stockdunkler Nachthierher jagen?"
Hütchen. Ach leider! kommt er nicht für die langeWeile! — Gericht will er hier halten. — Er hat Schrei-ber und Häscher, und den wohlbekannten Herrn Schleh-dorn als Arrestanten bei sich.
Stadtmeister. Dirne, du sprichst Unsinn!
Hütchen. Laßt mich ausreden und haltet dann Eureneigenen Verstand so fest, als Ihr könnt! — Der Statt-