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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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»Was Koffer! was Särge!"Verseht er: »Ich bergeSo loppuch pnich nicht!»Sn, hu !" r,er die Schlange!Welch Essiggeffcht!"und trieb es so lange,

Und trieb eS so arg,

Bis er sich am EndeSo läppisch verbarg.

Dann schloß sie behendeDen Niescnsarg.

Nach gehörig abgegebenem Paß wackelte jetzt der Stadt-mcister, von Jungfer Hütchen geführt, auf die Bühne,spielte jedoch eben so wenig, als sein Vorgänger, eineglänzende Rolle. Tuschens Pracht und Hütchens Spio-nenblicke waren auch für ihn lästige Fesseln. Ihm glücktekein freies, lustiges Wort, und er hatte sich doch vorge-nommcn, recht ausgelassen und schnackisch zu seyn. Ersprach so steif und hölzern, als ob er einem Komplimcn-tirbuche nachbete.

Als er endlich auf dem Boden einer Weinflasche etwasMath gefunden hatte, flüsterte «r Tuschen ins Ohr:Wol-len wir das Mädchen nicht fortschickcn?" Aber sie schüttelteverneinend den Kopf und nöthigte ihn höflich zum Trin-ken. Er biß vor Unmuth die Lippen zusammen unddachte: Wein hin, Wein her! Den Hab' ich selbst besserim Keller.

Jetzt brummte die Glocke Zwölf, und mit dem letztenHall flog ein zusanuncngerolltcs Schnupftuch ans Fenster.Hütchen winkte lächelnd der Dame mit den Augen; aberder Stadtmcister ereiferte sich und sagte: das wären Bu-benstreiche, gegen die morgenden Tages ein nachdrücklichesPolizeiverbot erscheinen solle.