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sehen? Soll es gerichtskundig werden, daß sie mitten inder Nacht, indem ihr Gatte schläft, einen fremden Mannbei sich duldet?
Schlehdorn. Hm! das will ich nicht. Aber wassangen wir an?
Hütchen. Ihr müßt fort.
Schlehdorn. Wo soll ich hin? Der verdammte Dick-bauch steht draußen vor der Thür wie ein Berg, und hier— eine Treppe hoch — kann ich doch unmöglich aus demFenster hinabspringen.
Hütchen. Ihr seyd bei sehenden Augen blind! Be-merkt Ihr nicht dort eine andere Thür, die in ein Käm-merlein führt?
Schlehdorn. Ah, das ist schön! Da will ich michverstecken.
Hütchen. Ja wohl verstecken! — Denn blank undbaar dürft Ihr Euch nicht hinstellen: der Stadtmeistermöchte Haussuchung halten.
Schlehdorn. Possen!
Hütchen. Keine Possen, Herr Schlehdorn! Wir wol-len die Ehre und den guten Ruf dieser Dame nicht soleichtsinnig auf's Spiel setzen. Wir wollen das um soweniger, da es ein Mittel gibt, sie vor Schande zu sichern;aber freilich werdet Ihr Euch dabei nicht so wohl, als aufEurem Faulbette befinden.
Schlehdorn. Ohne Vorrede, zur Sache!
Hütchen. Run so hört! In jener Kammer stehendrei leere Koffer, die lang und brx.it genug sind, um allen-falls , zu Riesensärgcn zu dienen. Ihr könnt daher in ei-nem davon bequem genug wohnen, bis wir den Stadt-meistcr mit einer langen Nase heimgeschickt haben.