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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
226
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kam er zurück, schlug die Hände über der Haube zusammenund kreischte:O weh, der Herr Stadtmeister!"

Schlehdorn. Du schwärmst, Mädchen.

Hütchen. Glaubt, was ich Euch sage! Er ist da,wie er leibt und lebt.

Schlehdorn. Was will der alte Narr?

Hütchen. Die Frau Hubert verhören.

Susanne. Mich?

Hütchen. Allerdings. Er sagt, er habe von gewisserHand eine Anzeige erhalten, daß gestern zwischen HerrnSchlehdorn und Euch etwas vorgefallen sey, das er, Kraftseines obrigkeitlichen Amtes, in Untersuchung ziehen müsse.

Schlehdorn. Was faselt der Wcinschlauch von Un-tersuchung? Seinen Verstand sollten die Aerzte unter-suchen. Vorgcfallen! Es ist nichts, gar nichts vor-gefallen , das ihn angeht. Schicke den einfältigen Mannwieder fort!

Hütchen. Wie könnt Ihr so sprechen! Die hoheStadtobrigkeit läßt sich ja nicht wie ein Bettler behan-deln. Ich hatte Mühe genug, Seine Wohlweisheit zu ei-nem kurzen Verzug zu bewegen. Der amtseifrige Herrwollte gerade mit mir ins Zimmer stürmen, ungeachtet ichvorgab, daß Frau Hubert nicht angekleidet sep.

Schlehdorn. Ei, zum Henker! so mag er sich herein-wälzen. Ich fürchte mich so wenig vor ihm, als vor ei-ner zischenden Gans. Er kann Euch, schönes Weibchen,und mich zugleich verhören und sich von uns gemeinschaft-lich auslachen lassen.

Susanne. Ich lache nicht mit.

Hütchen. Die arme Frau hat vielmehr Ursache, zuweinen. Wo habt Ihr den Kopf, mein Herr, daß Ihrdas nicht überlegt? Wollt Ihr Eure Freundin beschimpft