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chcns Wangen; doch die Fessel des Respekts band ihreZunge. Sie verließ schweigend ihren Sitz und wollte sichentfernen.
Der Konsul vertrat ihr mit seiner ganzen Breite denWeg und fuhr fort: „Laßt mich ausrcden, schöne Frau!Bei dem allen, was ich zu Schlehdorns Entschuldigunggesagt habe, ist er dennoch höchlich zu tadeln, daß erEure unschätzbare Gunst mit zweihundert armseligen Du-katen anfwicgcn wollte. Das ist eine Beleidigung, dieIhr ihm nimmer verzeihen könnt. Ich würde mich nichtbedenken, drei Mal so viel, ja sogar Haus und Hof indie Wage zu werfen." —
Und hättet Ihr ein Königreich hineinznlegcn, so war'es gegen meine Tugend zu leicht! — Kränkt mich, da ichschon genug gekränkt bin, nicht noch mehr durch dieseSprache, die in der That, sie sep Scherz oder Ernst, derrichterlichen Würde nicht angemessen ist. —
„Darin habt Ihr Recht, mein Engel!" versetzte derStadtmcister: „Aber der Richter und der Mensch sind zweiverschiedene Personen, die nur in so fern mit einander imBunde stehen, daß man gegen Diesen nicht ungefällig scpndarf, wenn man Jenen zum Freunde haben will." —
Ach! seufzte Suschcn, so finden nur unzüchtige, ver-worfene Weiber Gerechtigkeit und Hülfe bei Euch? Nunso mag Gott mir helfen! —
Mit diesen Worten schlüpfte sie unter den Armen desStadtmeisters, die er brünstig nach ihr ausstreckte, zurThür hinaus.
Hubert erstaunte nicht wenig, als er das zwischen demRichter und dem Menschen des Stadtmeisters geschloffeneBündniß erfuhr. „Ich das möglich?" rief er aus: „Konnteder alte Wollüstling wirklich so frech und schamlos scpn,