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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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hervor, als Tuschen vor Seiner Wohlwcisheit erschien undbeide Klagepunkte mit verschämter Schüchternheit vortrug.

Er rückte wenn er nicht vielleicht, wie wir indessenzu seiner Entschuldigung glauben wollen, etwas harthörigwar auf dem Kauapec näher an sie, als nöthig schien,ihre Worte zu vernehmen; und als sie ausgeredet hatte,begann er in einem feierlichen Prcdigertone folgender Mä-hen zu antworten:Meine schöne, tugendbclobtc Frau,ich verspreche Euch, im Betreff der gegen Herrn Schleh-dorn angebrachten Schuldklage, die schleunigste und ersprieß-lichste Justizpflege. Ich werde Beklagten fördersamst vor-laden lassen, und ihn anfangs mit Worten der Güte zuschleuniger Wiedererstattung des in Frage befangenen Dar-lehns ermahnen. Bequemt er sich nicht auf der Stelledazu, so bedrohen wir ihn mit einem kostspieligen Prozesse,werfen ihm den an de» Hals, legen ihm die Daumenschrau-ben des Gewissens an, und zwingeu ihn durch die Folterdes Eides zum Bekenntniß der abgeläugneten Schuld. Kurz,er soll und muß Euch bezahlen. In Ansehung des zwei-ten Punkts kann ich Euch aber nicht bergen, daß ich gegenden Beklagten weit nachsichtiger denke. Ihr scpd in derThat so schön, daß Ihr wohl einem Engel, geschweige denneinem Menschen, den fast unbezwingbaren Wunsch, vonEuch geliebt zu werden, «blocken würdet. Uebcrdicß sindWünsche keine Verbrechen, und können also nicht vor Ge-richt gezogen werden. Ich müßte sonst, wahrlich! selbstden Richterstuhl verlassen und mich auf den Platz der ar-men Sünder stellen: denn ich kann Euch nicht hehlen,daß mich Amor aus Euren Augen mit tausend Pfeilenbeschießt."

Bei dieser unerwarteten Liebeserklärung aus dem Mundedes Vaters der Stadt brannte gerechter Unmuth auf Sus-