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haben; und überdicß hat ihn vor kurzer Zeit eine Erb-schaft in so gute Umstände gesetzt, daß er mich, wenn ersonst will, mit Bequemlichkeit bezahlen kann." —
Suschen hatte zu diesem Mahngeschäfte wenig Lust;doch übernahm sie cs mit ihrer gewöhnlichen Dienstgefäl-ligkeit, ohne ein Zeichen ihres geheimen Widerwillens be-merken zu lassen.
Herr Schlehdorn, ein wohlgenährter, lebhafter Mann,der seit vierzig Jahren — denn so alt war er ungefähr
— kein anderes Geschäft trieb, als gut zu essen und zutrinken, saß in der heitersten Gcmüthsruhe bei seinem Früh-stück, als Suschen angemcldet ward.
Der Name Hubert war für ihn der Wecker einer unan-genehmen Erinnerung und fuhr ihm wie ein Nadelstichins Herz. Mürrisch zog er ein mit ungarischem Weinegefülltes Glas, das er eben ausschlürfen wollte, von denLippen und sagte zu seinem Diener: „Laß sie herein kom-men!" Suschen trat schüchtern in die Thür. Er ging ihrmit schmeichelnder Freundlichkeit entgegen und fragte drin-'gcnd, wie sich sein Busenfreund Hubert befinde.
Die junge Frau schlug die Augen nieder und seufzte.„Ihr werdet wohl," sagte sie mit zitternder Stimme, „vondem Verfall seiner Umstände, die der ganzen Stadt bekanntsind, gehört haben. Alles Unglück stürmt Schlag aufSchlag gegen ihn!" —
Was hör' ich! ries Herr Schlehdorn, und warf sich mitdem Mienen- und Gcberdcnspiel eines uuvcrmuthctcn Schre-ckens im Stuhle zurück: Von dem allen weiß ich keinWort und kann mir kaum die Möglichkeit denken. Hubert!
— mein guter, ehrlicher Hubert! — sonst der Liebling desGlücks —
„Ist nun ein von ihm verlassener, ganz armer Mann,"