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eine so sparsame Haushaltung, daß die ganze Stadt darü-ber erstaunte.
Die Trümmer seines Vermögens reichten kaum hin,ihn auf ein Jahr vor dem Mangel der nothwendigstcnBedürfnisse zu schützen. Er wollte jetzt wieder anfangen,thätig zu werden; aber ein heftiger Anfall der Gicht, diedem müßigen Wohlleben so gern nachhinkt, schwächte sei-nen Kopf und lähmte seine Hände. Tuschen, sonst diebewunderte Königin glänzender Feste, hatte jetzt sogarkeine Magd mehr zu ihrer Bedienung, und war mit derGeduld eines Engels die Wärterin des Kranken, der bis-weilen halbe Tage lang stumm in seinem Lehnstuhle saßund düster vor sich hin in das dunkle Feld der Zukunftstarrte.
Eines Tages sprach er seufzend: „Als ich noch offeneTafel hielt, war ich immer von schmeichelnden Freundenumgeben; sobald aber die Armnth das Feuer meines Heer-des auslöschte, zerstreuten sie sich wie die Fliegen, wennman die Zuckerschale vor ihnen verschließt. — Selbst die-jenigen fragen nicht mehr nach mir, denen ich mit ansehn-lichen Darlchncn auf ihr ehrliches Gesicht bcistaud. Siesehen diesen Schuldbrief täglich im Spiegel, und denkendoch nicht daran, mich dürftigen Mann zu befriedigen. —In die Klaffe dieser Undankbaren gehört der leichtsinnigeSchlehdorn, dem ich vor mehrern Jahren hundert Dukatenvorschoß, ohne darüber von ihm ein Bekenntnis« zu erhal-ten. Ich war bisher in Rücksicht unserer alten Freund-schaft so höflich, ihn nicht an diese Schuld zu erinnern;doch jetzt zwingt mich die Noth dazu. Wolltest du dirwohl, liebes Tuschen, einen Weg zu ihm machen? —Ichhoffe, daß du nicht leer zurück kommen wirst. Er ist zuehrlich, die Schuld zu läugnen, wie einige Andre gethan