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nung seines Hauses. Der leichtsinnige Mann trieb, miteinem Worte, eine so tolle Wirtschaft, als ob er goldeneBerge beherrsche.
So ging es bis zum Schluß des ersten Flitterjahrcsseiner Ehe; doch nun kam eine Hiobspost nach der an-dern. Verschiedene Handelshäuser, mit denen er in Ver-bindung stand, hörten auf zu zahlen, und er verlor aufdiese Weise den beträchtlichsten Theil seines noch übrigenVermögens. Diese schnell hinter einander folgenden Schlägeerschütterten ihn endlich so, daß er sich in seine Schreib-stube verschloß, die bestaubten Haudclsbüchcr hervorsuchteund zu rechnen begann. Aber bald fiel ihm vor Schre-cken die Feder ans der Hand. Er machte, nach einernur flüchtigen Uebersicht seiner Forderungen und Schul-den, die schauderhafte Entdeckung, daß jene kaum hinreich-ten, diese zu bezahlen.
In dieser unglücklichen Lage benahm er sich als einehrlicher Mann: er verabscheute den Gedanken eines be-trüglichcn Bankerotts, zu dem sich vielleicht an seinerStelle mancher Andre sogleich entschlossen hätte, um da-durch einen Nothpfcnnig für seine alten Tage zu retten.Als er sich gefaßt genug fühlte, ging er mit schweremHerzen zu seiner Frau, und schlug ihr — ohne sic jedochdurch ein ganz offenes Bckenntniß seines mißlichen Zu-standes zu erschrecken — verschiedene hänsliche Einschrän-kungen vor. Tuschen, immer genügsam und nachgcbend,willigte gern ein, den Koch sammt mehrcrn entbehrlichenDienstleuten zn verabschieden. Hubert that dieß abernicht plötzlich, weil er dadurch seine Gläubiger aufmerk-sam und rege zu machen besorgte. Erst nach Ablauf einesVierteljahres, während dessen er seine Forderungen cinge-trieben und seine Schulden damit getilgt hatte, begann er
Langbein'e sämmtl. Schr. X, Bd. 14