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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
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ihm aber auch das geringste Nachdenken durch die Mel-dung ersparen, dast Hubert sich entschloß, die schöne Su-sanne, das liebenswürdigste Mädchen in Hildesheim, zuseiner Gattin zu wählen, um dadurch aller seiner Prachtund Herrlichkeit die Krone aufzusctzen. Blos dieser eitleWunsch war die Quelle seiner Heirathsgcdankcn; dennder Graukopf gestand es sich selbst, daß er in seinem Al-ter eine junge Frau eben so wenig genießen könne, alsmancher reiche Mann seine glänzende Bibliothek, die nuraufgestellt ist, um leere Wände zu schmücken.

Susanne wir eln zartes KindVon sechzehn oder siebzehn Jahren,

In LiebeSränken unerfahren;

Doch schön, wie Amor, nur nicht blind:

Denn ihre schwarzen Augen warenHellstrahlend, wie der Sterne Schein,

Und fühlloö sah kein Mann hinein.

Ihre arme Mutter, die den Rcichthum für den Inbe-griff aller Erdenseligkcit hielt, nahm Huberts Anwerbungwie eine Botschaft vom Himmel auf. Tuschen freute sichweniger darüber; aber ihr weiches Gemüth fügte sich ohneWiderspruch nach den mütterlichen Wünschen. Sie wardHuberts Gattin, und er führte sie mit dem Prunk einesfürstlichen Beilagers in sein Haus.

Aber indem sie einzog, nahm das Glück, das längstreisefertig an der Thür stand, vollends Abschied. Hubertwäre vielleicht noch im Stande gewesen, die fliehende Göt-tin durch neue Betriebsamkeit wieder an sich zu fesseln;allein er regte deßhalb weder Hand noch Fuß, und ver-geudete sogar blind in den Tag hinein, was sie zurück-ließ. Die junge Frau ward mit fürstlichem Schmuck über-häuft, und die üppigsten Bankette waren die Tagesord-