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hattcn, zeigte sich bald nach der Hochzeit. In der Frühedes nächsten Tages erhob er sich in die Burgwart, umden jungen Eheleuten einen guten Morgen zu bieteu. Erfand bei dieser Gelegenheit, daß ihre Wohnung nicht nettund bequem genug eingerichtet war, und eilte fort, umVerbefferungsanstalten zu treffen. Bald nachher seufztendie Thurmsticgen unter der Last zierlicher Geräthschaften,die aus dem Schlosse herüber getragen wurden, und derGraf folgte mit geschäftiger Eile, um sie nach dem dama-ligen Modcgeschmack stellen und ordnen zu lassen. Er ent-schied jedoch nicht über den Platz eines Tisches oder Stuhls,ohne vorher die junge Frau um ihr Gutachten zu befra-gen. Sie war nicht eitel genug, sich durch diese Achtungs-beweise blenden und bestechen zu lassen, und maß ihm ihreAntworten so kurz und sparsam zu, als cs die Höflichkeiterlaubte.
Er ließ sich dadurch nicht abschrecken, sie von Zeit zuZeit unter mancherlei Vorwand zu sehen und zu sprechen.Bald war die Befestigung der Burgwart zu besichtigen,bald irgend ein anderes örtliches Geschäft abzuthun. DieFlamme seiner Leidenschaft wuchs mit jedem Tage. Erversuchte alle Künste der Galanterie seiner Zeit, um dieGunst der schönen Sabine zu gewinnen; doch nicht daskleinste Zeichen von Gegengunst ward ihm zum Lohn.
Konrad liebte sein schönes, junges Weib, und fühltebald in seinem Busen die Natternbiffe der Eifersucht. Erverschmerzte sie so duldsam als möglich, um die tugend-hafte Sabine nicht zu betrüben; aber dennoch war er,bis-weilen ungewöhnlich düster und in sich gekehrt.
Sabine bemerkte das bald und fragte: „Was fehlt dir,lieber Konrad? Du hängst doch nicht etwa darüber denKopf, daß der Graf mich umschmeichelt? Laß dich das