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das solle geschehen innerhalb dreier Wochen und siebenTage, bei Vermeidung kaiserlicher Ungnade." —
Mit glühenden Augen und zitternd vor Zorn, hörte derGraf die Rede des Sprechers, und vermochte seine Wuthkaum so lange zu bezähmen, daß er ihn enden ließ. Aberjetzt riß er sein Schwert, nach dessen Griff seine Handschon einige Mal gezuckt hatte, rasch aus der Scheide unddurchstieß den Gesandten, der sich bei diesem plötzlichenAngriff weder verthcidigcn noch retten konnte.
Mij todtenbleichem Gesicht, auf dem seine Meuchclthatmit den gräßlichsten Zügen geschrieben stand, warf sichHermann jetzt auf sein schnellstes Roß und flüchtete vorder Rache des Kaisers. Diese war »m so schrecklicher zubefürchten, da Graf Dietrich, Hermanns Großvater, unge-fähr vierzig Jahre vorher einen vornehmen kaiserlichenDiener bei gleicher Gelegenheit ermordet hatte.
Als Lothar das Schicksal seines Gesandten (der aus derStelle gestorben war) erfuhr, zog er eilend ein Kriegsheerzusammen und belagerte damit das Schloß Winzenburg.Es ward erobert und sammt der ganzen Grafschaft, alsein erledigtes und verwirktes Lehen, dem Bischof von Hil-desheim übergeben.
Der Flüchtling irrte von Land zu Land, und wendetesich an verschiedene Fürsten, um durch ihre Vermittelungden Zorn des Kaisers zu besänftigen. Doch erhielt er erstnach zwanzig traurigen Jahren die Verzeihung des kaiser-lichen Hofes, und die Erlaubniß, mit dem Bischof Bern-hard in Vcrgleichsuntcrhandlungen zu treten. Diese hattendenn auch, da der Bischof kein harter, eigennütziger Mannwar, den glücklichen Erfolg, daß Hermann den unbeschränk-ten Besitz seiner Grafschaft wieder erlangte.