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Pflicht mit den schnödesten Worten verweigerte. Er wärelieber ein ganz unabhängiger Herrscher gewesen, oder hättesich allenfalls nur gern vor dem kaiserlichen Sccptcr ge-beugt.
Aber Lothar, dieses Namens der Zweite, der damalsauf dem deutschen Throne saß, war nicht gemeint, dieGerechtsame des Hildeshcimischen Bisthums durch den jun-gen , übcrmüthige» Grafen (der bei ihm die Belehnungmehrmals gesucht hatte) schmälern zu lassen, und schicktedeßhalb, um ihn zurecht zu weisen, einen Gesandten, derselbst gräflichen Standes war, an ihn ab.
Graf Hermann, der sich eines erwünschter» Bescheidesversah, als der kaiserliche Botschafter im Auftrag hatte,empfing ihn mit Feierlichkeit in der großen Halle desSchlosses; aber die kalte Höflichkeit des Gesandten weis-sagte nichts Gutes, und dem Frost seines Betragens ent-sprachen seine Worte.
„Mein Herr, der Kaiser," begann er, „entbietet Euch,dem Grafen Hermann von Winzenburg, seinen Gruß, undläßt Euch das ungebührliche Bezeigen gegen Euren recht-mäßigen Lehnsherrn, den Bischof von Hildcsheim, ernstund nachdrücklich verweisen. Ihr hättet — so bcscheidetEuch mein gnädigster Herr Ein Mal für immer — dieLehn Eurer Grafschaft'' nicht am kaiserlichen Hofe, wieIhr gcthan, sondern bei gedachtem Bischof zu muthcn, und
Büsching hält iu seiner Erdbeschreibung zwar für uner-wiesen. daß der Grafen von Winzenburg Landcigcnthunieine wirkliche Grafschaft gewesen sei); allein, der Kürzewegen, darf sich wohl ein Mährchencrzähler diesen Ausdruck,den selbst Geschichtschreiber von den Winzcnburgischen Be-sitzungen brauchen, ohne weitere Untersuchung erlauben.