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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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»Sieh, sieh!" sagte Hans zu sich selbst:Das war einegerechte Strafe für deinen unnützen und unedlen Kampfgegen einen besiegten Feind!"

Die Wunde schien ihm übrigens unbedeutend, obgleichdas Blut wie ein Strom herausquoll und der Fuß zuschwellen anfing. Der standhafte Nimrod, der seinen Kör-per für unzerstörbar hielt, wollte sogar den Wald nochweiter durchstreifen, und hinkte wirklich schon einige hun-dert Schritte vom Platze; doch hier warf ihn der über-mächtige Schmerz zu Boden und zwang ihn zu einemRuf nach Hülfe. Ein Bauer eilte herbei und hob ihnauf seinen Wagen; aber mit jedem Augenblick entflammtedie Wunde sich mehr. '

Der Kranke fühlte nun wohl, daß er ohne längernVerzug für feine Heilung sorgen müsse, wenn er seineHeimath lebendig erreichen wolle. Er ließ sich dcßhalb tuein am Wege liegendes Hospital führen. Hier ward erzwar bald verbunden, aber von der plumpen Hand einesunwissenden Quacksalbers, der dem zerstörenden Brande,der schon an der Wunde zu wütheu anfing, keine Grän-zen zu setzen verstand. Nach drei martervollen Tagenging der weissagende Traum des unglücklichen Ritters inErfüllung. Er starb im Hospital.

Das Gerücht von seinem traurigen Ende durchlief zwarschnell die ganze Gegend, drang aber nicht bis in dieZelle seiner Geliebten, die jeden Morgen mit der Hoff-nung, daß ihr Hans diesen Tag kommen und sie erlösenwerde, fröhlich erwachte. Doch bald erhielt die Aebtissinaus der nächsten Stadt Briese, worin ihr, unter andernTagesgeschichten, der seltsame Tod des Ritters gemeldetward. Sie 4var gewohnt, dergleichen Neuigkeiten den