Er hetzte, schnell ermannt, die HundeMit Huffah! weidlich an, und stießHin nach des- Ebers weitem SchlundeMit Herkuls Kraft den Jägerspieß.
Ausweichend aber schlägt bas llnthier in die RundeMit seines Rüßels Mvrbgewehr,
Haut jedem Kläffer eine Wunde,
Und streuet so die Kuppel weit umher.
Die Borsten fangen an wie Lanzen aufzustreben,
Dem Schlund entströmt ein heißer Dampf,
Und so beginnt ans Tod und LebenNun. mit dem Ritter selbst der Kampf.
Er rennt de», Ungethüm sein scharf gespitztes EisenBeherzt entgegen, wo es naht,
Doch wundenfrei umschnaubt's in KreisenIhn sprühend wie ein Feuerrad.
So sucht es, ohne sich den Tod am Spieß zu kauen,Den »»erschrocknen NitterSmann,
Der schier sich nicht mehr schützen kann,
Den Lebensfaden zu zerhauen.
Allein gewandter ist der kunsterfahrne Held:
Er bohrt zuletzt den Speer so tief ihm in den Nachen,Daß es, vom jähen Tod ergriffen, stöhnend fällt,
Und rings umher die Hügel krachen.
Jetzt schwelgend in de», VollgenußDes Sieges, nach oerflvgnem Schauer,
Stößt er im frohen Grimm die blutbeströmten HauerDeö tobten Feindes mit dem Fuß,
Und triumphirt mit wildem Lachen:
»Du siegtest einst im Traum! Doch was vermagst du nun?
Dein ewig fest geschloßner Höllcnrachen
Soll mir hinfort wohl nichts mehr thun!" —
Doch das geschah. Der Ritter stieß mit einer so un-gestümen Kraft, daß der größte Hauzahn seinen Stiefeldurchschnitt und ihm tief in den Fuß eindrang.