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Dicß bewirkte folgender Traum: Ein wildes, hauendesSchwein, ein Riese seines Geschlechts, forderte wüthendzum Streit ihn heraus. Er nahm ihn an: aber nacheinem schrecklichen Gefechte entschied sich der Sieg für denEber; und er, der Besiegte, sank blutend auf dem Kampf-plätze nieder.
„Zum Glück nur ein Traum!" rief er aus, indem erängstlich erwachte. Aber er nahm es dem Traumgott sehrübel, daß er ihn, den noch unbesiegten Jagd-Alexander,von einem Eber überwinden ließ. Das ging ihm gewal-tig im Kopfe herum. Er bemühte sich zwar oft, den nächt-lichen Kampf zu vergessen; doch cs war ihm, wunderba-rer Weise, nicht möglich. Immer drang sich der verhaßteGedanke seiner Seele wieder ans. Eine ungewöhnlichbange Unruhe, die keiner Vorstellung wich, trieb ihn einigeTage lang von einem Orte zum andern, und endlich aufdie Jagd in den Harzwald.
Er führte sonst auf den bebuschten HohenNur leichten Krieg mit Hirschen ober Rehen;
Doch dießmal war von seiner tapfer» HanbEin Abenteuer zu bestehen,
Wie er noch kcinS ans seinen Zügen fand:
Denn, als er kurze Zeit hier auf der Lauer stand,
Ließ sich das Ungeheuer sehen,
DaS jüngst im Traum ihn überwand.
ES stürzte mit des Sturmwinds SchnaubenSo riesengroß, wie kaum die Augen wollten glauben,Aus seinem Lager in dem Moor.
Sein Nachen schien ein offnes Hbllcnthvr,
Und seine scharfen Hauer streckten
Wie lange Schwerter sich so fürchterlich hervor,
Daß Hans, den sonst Gefahren nicht erschreckten,Beinah darob den Muth verlor.
Langbein'S sämmtl. Schr. X. Bd. 12