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Um seinem Vater die angelobte Sinnesänderung glaub-lich zu machen, zwang er sich, Rosalicn nicht zu besuchen,enthielt sich der Wallfahrten zum Nachtigallenwäldchen, derWiege seiner Liebe, und verließ überhaupt einige Tagelang das Schloß so wenig, als eine Schnecke ihr Haus.Dieses gleißncrische Mönchslebcn war um so nothwendigcr,da eben das Zipperlein den alten Grafen hcünsuchte undihm seine gewöhnlichen Jagdritte verbot.
Der überlästige Gast wich endlich wieder; der Graf ließsatteln und trabte mit seinen Weidgesellcn in den Forst.Kaum war der Roßhufe Donner auf der Zugbrücke ver-hallt, da huschte das Mvnchlcin aus seiner einsamen Zelle,um in die Arme seiner geliebten Nonne zu fliegen.
Der Drang seines Herzens zog ihn so rasch fort, daßer kein Auge zurückwars, und daher den laucrsamcn Pfört-ner nicht bemerkte, der mit dem Gierblick des Habichts,der eine Taube verfolgt, hinter ihm her keuchte.
Der alte, steifbeinige Kundschafter stürzte zwar mehr-mals auf dem steilen Felsenpfade, der von der Burg hinabzum Dorfe führte; dennoch kam er zeitig genug, denschnellfüßigen Ferdinand in Rosalicns Wohnung schlüpfenzu sehen. Mehr verlangte der Spion nicht zu wissen. Erwandte sich nun geschwind und rannte nach der Gegend,wo sein Herr jagte.
Athemlos kam er dort an, als sich eben der Graf aufeinen Hügel gelagert hatte, um eine Flasche zu leeren.„Ei, was bringt Meister Bcndir, der Unglücksvogel?" riefer, als er von fern seinen Getreuen erblickte. Jetzt stöhnteder Kundschafter heran und entledigte sich seines Giftes ineiner kurzen Ohrenbcichte.