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sal tiefer als ihn gestellt hatte, eine rauhe, gebieterischeSprache führte, und durch ein freundliches Wort seineGrafenwürde zu schänden glaubte. So hart und hoffärtigsollte nun auch sein Stammerbe scyn. Der sanfte Ferdi-nand vermochte dicß aber nicht. Er war deßhalb seinemVater verhaßt, und ward oft von ihm ein kriechender Lei-setreter gescholten.
Nur mit Einem seiner Diener sprach der stolze Murr-kopf sanftmüthig und bisweilen sogar vertraulich. DiesenVorzug genoß Bendir, der Schloßpfvrtner, ein hämischer,von dem gräflichen Hofgesinde und allen Unterthanen ge-fürchteter Mensch, der nur die Gestalt eines Mannes,übrigens aber alle Eigenschaften einer alten, boshaftenKlatscherin besaß. Wie ein Spürhund zog er in der Ge-gend umher, und sobald er eine Neuigkeit aufgetriebenhatte, raunt' er sie seinem Herrn mit arglistigen Glossenins Ohr.
So bracht' er ihm denn auch eines Tages die Botschaft,daß der junge Herr Graf sich leider so wegwerfe, mit einerDirne gemeinen Standes heimliche Buhlschaft zu Pflegen.
Darüber entsetzte sich der Alte so sehr, daß ihm seinTabaksrohr aus dem Munde fiel und der thcure Meer-schaumkopf, der ihm beinahe lieber war, als sein Sohn,in Stücke brach. Dieser ihm unersetzlich scheinende Verlustseines Lieblings machte vollends ihn wüthend, und er ließaugenblicklich den Angeklagten rufen.
„Schandbubc!" sprach er und schäumte vor Zorn:
„Du big mir im Aug' und im Herzen ein DornDurch dein uundlich Beginnen!
Verworfener Buhler, was hör' ich von dir?
Laß ab von der Dirne! Sonst bürg' ich dafür,
Eie soll nicht dem Kerker entrinnen!" —