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Von bangen Ahnungen trauriger Folgen gequält, zittertesie immer vor Ferdinands Ankunft, so hoch sie auch seineBescheidenheit und Herzcnsgütc schätzte. Sie machte meh-rere Versuche, die Liebenden zu trennen; sie warnte denGrafen vor dem Zorne seines Vaters, wenn dieser vonseinen heimlichen Gängen Kundschaft erhielte; doch alleVorstellungen blieben fruchtlos. War dieß auch ein Wun-der? Kämpfte das Ehrcnwcib etwa gegen eine fluchtigeLeidenschaft, die sich schon hier und dort übersatt und müdegeschwelgt hat und dcßhalb oft mit leichter Mühe besiegtwird? — War es nicht des Mädchens und des Jünglingserste Liebe, die bald so tiefe Wurzeln schlägt wie einehundertjährige Eiche, und allen Wettern und Stürmentrotzt? —
Einige Monate lang gingen zwar die Unglücksweifsa-gungen der besorgten Mutter, die ihr die wahren undeinzigen prophetischen Geister, Verstand und Wclterfahrung,cingcgeben hatten, nicht in Erfüllung; dann aber trafensie richtiger ein, als hundert andere Prophezeihnngcn deralten und neuen Zeit.
Indem das Mädchen und der NitterSich sonnten an der Liebe Srrabl,
Zog rabenschwarz ein ttngewitterVom Hvchgebirg' l)erab ins Thal.
Dort oben in einer Felsenburg hauste, wie schon be-kannt, unsers Ferdinands Vater.
Wir schwiegen gern rwn diesem argen Wichte;
Allein er drängt sich nun mir Macht in die Geschichte.
Man hätte, statt Ercellcnz, ihn billig Insolenz be-titeln sollen, weil er gegen alle Menschen, die das Schick-