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Jch näherte mich dem Hause; die holde Gestalt lächeltemir sittsam entgegen: ich grüßte hin, sie grüßte her, undder Liebe Gefühl zuckte wie ein Wcttcrstrahl durch meinganzes Wesen. So gestimmt, trat ich ins Haus und indie Wirthsstubc. Hier saß ein dicker Mann in einem Un-geheuern Lehnstuhle, wie ei» König auf dem Thron; seineHände ruhten gefaltet ans dem Gewölbe seines Bauches,und eben so träg, als baucrnstolz, rührt' er kein Glied.Ich neigte mich tief vor ihm; er griff aber nicht nachdem sammtenen Käpplein, das seinen breiten, vollmonds-artigen Mönchskopf bedeckte, sondern schielte mich mit fin-stern Seitenblicken an und brummte: Wer ist Er?
„Als ob ich Balzern, den Grobian, hörte! Du hast ihnwahr und trefflich geschildert! Ich kenne den säubern HerrnEngclwirth und habe gelegentlich auch mit ihm eine Lanzezu brechen. Nun weiter!"
Der übermüthige Mann mißfiel mir unaussprechlich, undich wäre stracks umgekehrt, um eine andere Herberge zusuchen, wenn mich nicht seine schöne Tochter gefesselt hätte.Sic war mir gefolgt. Ihr sanfter Blick schien mich zubedauern, zugleich aber auch für die Ungeschliffcnhcit ihresVaters um Nachsicht zu bitten. Ich konnte sie dem liebenKinde nicht versagen, antwortete deshalb dem unhöflichenFrager gemach und bescheiden, und erwarb mir dadurchden Besitz eines Dachstübchens, das für mich drei Wochenlang der Himmel ans Erden war.
„Angenehme Besuche?"
Getroffen! Ich ward bald mit Lorchcn vertraut undfand sie über allen Ausdruck bezaubernd. Ihr weiches,gefühlvolles Herz, ihr natürlicher Verstand und ihre mun-tere Laune machten sie mir so liebenswürdig, daß ich ihrekörperliche Schönheit ganz darüber vergaß. Herr Balzer