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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
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wohl lange da unten schläft, wo man Rübezahls Rcich-thümer entbehren kann. Da ich mich eben in der Gegendbefinde, wo er Hausen soll, so kam mir der alte Sang,an den ich seit vielen Jahren nicht gedacht hatte, wiederin den Sinn, und ich stimmt' ihn an, weil er so ganzzu meiner Lage paßt, als ob ich ihn selbst gedichtet hätte.

So? Du magst aber froh sepu, wenn dich dcrGebirgs-herr denn das ist er, und so soll und muß man ihnnennen nicht behorcht hat! Dein Singsang enthälteinige verfängliche Worte, die er wohl übel .deutenkönnte."

Ei nun, da mag er zum Dichter ins Grab steigen undihn darüber zur Rede stellen! Ich, meiner Scits, wollteden Meister Rübezahl nicht beleidigen; denn ich lebe nichtgern im Unfrieden mit Menschen, geschweige mit Geistern.

Vernünftig gesprochen! Hältst du aber den Geist diesesGebirgs in der That für so reich, als dein Liedchen ihnmacht? Hier herum hat man von seiner ehemaligen Frei-gebigkeit lange nichts vernommen, und man will deßhalbbehaupten, er sep verarmt und habe sein Geld an zudring-liche Schmarotzer so ganz vergeudet, daß nun die Spin-nen in seinen ansgeleerten Truhen ungestört ihre Netzespannten."

Was weiß ich davon? Es wäre wohl ein thörichterLustban, wenn ich ans Rübezahls Spenden hoffen undrechnen wollte. Er könnte mir freilich aus aller Nothhelfen.

Das wollt' ich dir herzlich gönnen; denn du scheinstmir ein wackerer Junge! Darf aber Unser einer nicht auchwissen, wo dich der Schuh drückt? Vermuthlich eine un-glückliche Liebschaft?"

Das hat Euch das Liedchen verrathen.