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Graf Lothar ließ seinen Neichthnin funkeln,
Ilm durch dessen buntes Strahlenspiel
Meinen armen Rudolph zu perdunkeln,
lind dies; Blendwerk führt' ihn halb zum Ziel:
Ich empfand mit Schmerzen,
Daß anf'S Bild im Herzen
Nach und nach ein kühler Schatten fiel.
lind jetzt hdrt' ich ein Gerücht erschallen,
Dem Lothar im Stillen Flügel gab:
Nudvlpb se'1 in einem Kampf gefallen,
Und versenkt in ein entferntes Grab.
Welche tiefe WundeSchlug mir diele Kunde!
Jammernd sehnt' ich mich zn ihm hinab.
Aber von der Erde hebt ssch wiederDas vom Srur», gebeugte Wiesenrohr:
So warf auch nicht ganz der Schmerz mich nieder,Und ich hob mich nur zu bald empor.
Ohne Grund und TiefenDes Gerüchts zu prüfen,
Lieh ich nun dem Grafen gern mein Ohr.
Ist es Ernst, sein Wort von Lieb' und Treue?Oder ist er nur auf Scherz bedacht? —
Dieser Zweifel drückte jetzt auf's neueMeine Brust wie eine Zentnerfracht.
Darum mußt' ich wagen.
Nochmals zu befragen
Das Orakel der AndreaS-Nacht.
Und nach meiner Mutter Lehr' und Weise,
Füllt' ich beide Kelche, schloß mich ein,
Und im düstern Winkel seu,zt' ich leise:
Welche Mannsgestalt tritt nun herein!
Bald, mit raschen Tritten,
Kam ein Bild geschritten,
Ganz dem Grafen gleich, und griff zum Wein.