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6 (1847) Talismane gegen die lange Weile
Entstehung
Seite
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Soll ein reicher Mann dich hoch erheben,Wählet muthig die Gestalt den Wein;

Wird ein Armer dein Gefälrt dnrch's Leben,Schlürft sie nur ein Tröpfchen Wasser ein;

Doch im dunkeln StandeWird durch SeelenbandeDein Gemahl an dich gefesselt seyn."

Sie erschien, mit Hellem Sternenschimmcr,Bang erwartet, die AndreaS-Nacht:

Ich verschloß mich einsam in mein Zimmer,

Und zwei Kelche- füllt' ich still und sacht.

Ach, wer wird nun kommen!

Seufzt' ich, herzbeklommen,

Und im fernsten Winkel gab ich Acht.

Spät erst knarrten meines VorsaalS Dielen,Und herein ins Zimmer trat nun halb,

Schön geharnischt, wie bei Nirterspielen,

Meines Nudvlphs herrliche Gestalt.

Mit bescheidnen LippenSie vom Master nippenSah ich froh in meinem Hinterhalt.

Sie entfernte sich mit sanftem Schritte,

Und ich rief, wie trunken: »Er ist mein!

Seine Liebe schmückt mir jede Hütte,

Und dem Bach enrschöpft sie Götterwcin!

Möchten Königserben

Nun auch um mich werben,

Keines andern Gatten will ich seyn!"-

Diese frohe, feierliche StundeHatte meinen wilden Gram bezäumt,

Und, mit Scherz und Lachen auf dem Munde,Sagt' ich:Nndolph, sey hübsch aufgeräumt!Was bedarf'S der Sorgen?

Wir sind bald geborgen;

Denn mir hat was Liebliches geträumt."