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Darübcr munkelt man allerlei. Das Schloß —
„Ist cs nicht eingerichtet? nicht bewohnbar?"
Q ja; Prächtig und bequem! Doch freilich nur — beiTage.
„Warum nicht auch des Nachts?"
Da hapert's; denn — Sie müssen mich aber nicht ver-rathen! — cs soll, wie man sagt, drin spucken.
„Ist Er ein abergläubiger Thor, oder will Er mirMährchcn erzählen?"
Denken und glauben Sie, was Sie wollen; ich sagedie Wahrheit.
„Es wohnt also wohl kein Mensch in der gefährlichenBurg?"
Niemand als ein alter Kastellan.
„Gut, den will ich sprechen. Führ' Er mich hin!"
Wie? Sie wollen sich in das verwünschte Gebäude wa-gen? Wollen sich von Geistern erdrosseln lassen?
„Lieber, als in Seinem Hause vor Ekel sterben." —
So heidenmäßig dachte die alte Kammerfrau nicht. IhrEndchen Lebenslicht war ihr noch so lieb, daß sie es nichtfrevelhaft einem Poltergeistc zum Ausblasen hinstcllenwollte. Doch die Gräfin hörte nicht auf die dringendenBitten und Warnungen ihrer angstvollen Dienerin, son-dern beharrte mit eiserner Unbiegsamkeit auf ihrem Vorsatz.
Der Kastellan, ein kleines zusammengehutzeltes, abernoch sehr rühriges Männchen — das im bannerfeldischenHause als Kammerdiener grau geworden war und sichin diesem Posten eine genaue Kenntniß der adelichen Fa-milien des Landes erworben hatte — kam Mathilden, alssie kaum ihren Namen nannte, mit einer geläufigen Vor-zählung ihrer Ahnen entgegen. Behende, wie ein Eich-horn, lief er an ihrem Stammbaum auf und nieder, und