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mit verdoppeltem Kummer zurück. Mathilde beschloß nun,rbr Herz durch einen Brief zu entlasten. Ein glücklicherEinfall! Das Papier konnte nicht crröthcn. Sie künsteltebis tief in die Nacht an ihrer Bertheidigungsschrist. Beianbrechendcm Morgen setzte sie sich, von einer Kammer-frau und einem Bedienten begleitet, in den Rcisewagcnund hinterließ das Schreiben an Lindhof ihrer Tante, mitdem Aufträge: ihm solches nicht eher, als gegen Mittagzu übersenden.
Mit vier raschen Postpferden und erleichtertem Herzenflog sic nun dem Jubel der Hauptstadt entgegen. Siewollte die zwanzig Meilen bis dahin bei Tag und Nachtin rastloser Eile zurücklcgen; aber ein unangenehmer Zu-fall hielt sie auf.
Es war ein stürmischer, düsterer Novembertag, und esbegann zeitig zu nachten. Weder Mond noch'Sterne war-fen einen Lichtschimmer auf den rauhen Weg, der durcheinen stockvnnkcln Wald führte. Hier standen die Pferdeplötzlich im vollen Trabe still. Der Postillion murmelteFlüche und brauchte die Peitsche; aber die scheu geworde-nen Thicre ließen sich keinen Schritt vorwärts treiben.Sic schnaubten, bäumten sich auf und stürzten endlichdurch einen schnellen Seitensprnng den Wagen in einenHohlweg hinab. Die Reisenden blieben unbeschädigt. Eswar nur ein Wagenrad sammt der Achse gebrochen.
Der Postknecht schüttelte den Kopf, bekreuzte sich undbrummte: Hier ist's nicht geheuer! Ich sah einen raben-schwarzen Hund, mit tellcrgroßcn, feurigen Augen querüber den Weg laufen.
„Bei Nacht sind alle Hunde schwarz," sagte Mathilde,halb lachend, halb verdrießlich: „und die Telleraugen,mein Freund, werden wohl auch nicht größer, als Sein