Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
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über alles im Dunkeln, gern beim Anfänge der Neisehätte seyn mögen, deren Ende er nahe stand. Ecraffte seinen Muth i'ndeß zusammen. „Was!"sagteer: „Fangeich jetzt an kindisch zu seyn, wassoll hernach daraus werden?" Und so wanderte erdenn, bestens gefaßt, dem Mittelpunkte der Stadt zu.Welche Stadt! Was ihr betrübter Zustand des vo-rigen Jahres, was die Theuerung gegen diesen Zu-stand !

Renzo war eben im Begriffe, einen ihrer am mei-sten verstörten und verwüsteten Theilo, den il Carro-bio di Porta Nuova benannten Kreuzweg zu passtren(cs stand damals daselbst, am Eingänge der Straße,ein Kreuz, ihm gegenüber, dicht bei dem Orte, wojetzt San Francesco di Paolo, eine alte nach derheiligen Anastasia benannte Kirche). Die Seuchehatte in diesem Bezirke so gewüthet, die Ansteckungder frei umherliegenden Körper war so außerordent-lich , daß die wenigen Ucberlcbenden gezwungen ge-wesen waren, zu fliehen; und nicht blos der Blick desWanderers wurde von der Verödung und Einsamkeitgeschreckt, auch seine Empfindungen wurden schmerz-lich und unangenehm von den Anzeichen und Ueber-restcn des kürzlich noch hier heimischen Lebens erregt.Renzo beflügelte seinen Schritt, tröstete sich mit demGedanken, daß sein Ziel ferner scy, und bevor er eserreiche, der Schauplatz sich gewiß ändern werde. Undin der That war er nicht weit gegangen, so änderteHI. R