Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
196
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ben, es war Krieg und die Soldaten mußten gutverpflegt werden." So viel lag also an Easale!So viel galt der Ruhm des Sieges, unabhängig vonUrsache und Zweck des Krieges!

Eine einzige, weite Gruft, die man bei demLazarethe gegraben hatte» war mit Tobten überfüllt;es mußten hier und überall alle neuen, täglich sichmehrenden Leichname unbccrdigt bleiben: vergebenssuchten die Behörden Arme zu diesem Dehufe aufzu-treiben, es blieb ihnen nichts übrig, als zu erklä-ren: sie wüßten keinen Ausweg mehr. Es läßt sichnicht bestimmen, was daraus entstanden wäre, hättesich nicht eine ganz außerordentliche Hülfe gefunden.Der Präsident des Tribunals sprach in Verzweiflung,Thränen in den Augen, die beiden, im Lazarethewaltenden, ehrwürdigen Mönche um Rath und Bei-stand an, und der Pater Michael verpflichtete sich,in Zeit von vier Tagen die Stadt von Leichnamengereinigt, in Zeit von acht Tagen so viele Hülfe her-beigeschafft zu haben, als dieses Bedürfniß sowohl fürden Augenblick, als in Zukunft, sic sey auch nochso trostlos, erfordere.

Erging mit einem anderen Klosterbruder und vomPräsidenten zu diesem Behufe mitgegebnen Offizian-ten vor die Stadt und suchte Landleute auf; undtheils durch die Autorität des Tribunalcs, theils durchdie seines Kleides und seiner Worte, brachte er nahean zweihundert zusammen, die er an drei verschiedenen