Druckschrift 
3 (1828)
Entstehung
Seite
191
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Hirten, sagt Nipamonti, dem diese Beschreibungenvornehmlich zugchören, dicht hinter ihnen, seinerVerdienste, seines Blutes, seiner Würde und Persongemäß, kam der Erzbischofs Friedrich. Ihm folgteeine zweite Abtheilung des Klerus, dann der Magi-strat , in farbigerem Aufzuge, dann die Nobili, einige,wie zu größerer Ehrenbezeigung prunkvoll gekleidet,andere, in Büßeranzug, barfuß, in Sack und Asche,die Kappen über das Gesicht gezogen; alle mit großenFackeln. Den Beschluß machte ein zweiter Volkshaufen.

Alle Straßen waren festlich geschmückt; die Rei-chen hatten ihr prächtiges Hausgeralhe zur Schau ge-stellt. Die Fronten der, Armen zugehörigen Hauser wa-ren von benachbartenWohlhabenden odervonObrigkeits- .wegen geziert; an dem eincn-hingen, statt des Tapeten-schmuckes, an dem andern über ihm; grüne Zweige; über-all Gemälde, Inschriften, Wahlsprüche; auf den Fen-stcrbrüstungcn zur Zier Vasen, Antiken, anderes kost-bares Gerathe, überall Fackeln. Aus vielen Fensternschauten bewachte, verschlossene Kranke auf den.Pomphernieder und mischten ihre Gebete mit denen derVorübergehenden. Die andern Straßen, durch dieder Zug nicht kam, waren still und ausgestorben; nurhie und da standen Einige an den Fenstern und lausch-ten auf das ferne Getöse; Andere, und darunter ge-hörten selbst Nonnen, waren auf die Dächer gestie-gen, wenn sic von da aus den Kasten, den Zug, ir-gend etwas ven ihm in der Ferne erspähen konnten.